Über das hydraulische Dämpfungssystem wird verhindert, dass die in einer Feder gespeicherte Energie beim Ausfedern unkontrolliert nach oben durchgereicht wird. Hierbei dämpft die sogenannte Zugstufe das schnelle Ausfedern sowie zusätzlich die Druckstufe ein zu rasches Einfedern (unterstützt also die Federwirkung).

Beide Dämpfungsrichtungen lassen sich einstellen – sofern vom Motorradhersteller vorgesehen. Sowohl für das Federbein als auch die Gabel gilt, dass entweder überhaupt keine Einstellmöglichkeiten bestehen oder nur Einfluss auf die Zugstufe (beim Ausfedern), nur auf die Druckstufe (beim Einfedern) oder beides möglich ist. Bei der Druckstufe ist ferner eine Unterscheidung zwischen einem High- und einem Low-Speed-Bereich möglich.

Druckstufe: Bei der Druckstufe wird Öl hydraulisch durch Kanäle gepumpt, um die Einfederung zu unterstützen und abzudämpfen.

Zugstufe: Auch bei der Zugstufe wird Öl hydraulisch durch Kanäle gepumpt, in diesem Fall aber, um die Ausfederung abzudämpfen und um zu verhindern, dass die Federenergie über die gefederte Masse abgeleitet wird. Stattdessen wird sie über die Strömung in den Kanälen in Wärmeenergie umgewandelt. Die Abstimmung erfolgt im Bereich zwischen weich und hart.

High/low-speed-Druckstufe

Mit der High/Low-Speed-Druckstufe lassen sich dem Fahrwerk zwei unterschiedliche Einfeder-Ausprägungen vorgeben, einmal für langsames Einfederverhalten (low-speed) bei moderatem Anbremsen und demgegenüber eine High-Speed-Variante für harte, schnelle Stöße (heftige, kurze Bremsmanöver mit hohen Einfedergeschwindigkeiten). In beiden Fällen reichen die Dämpfereinstellmöglichkeiten von weich bis hart.

HIGH/LOW-SPEED-Zugstufe

Äquivalent zur Druckstufe lassen sich auch zur Zugstufe der High/Low-Speed-Bereich abstimmen und dem Fahrwerk zwei unterschiedliche Ausfeder-Ausprägungen vorgeben, einmal für langsames Ausfederverhalten (low-speed) und demgegenüber die High-Speed-Variante für ruckartiges, schnelles Ausfedern.

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