Sportbikes

Im Gegensatz zu Naked Bikes, die, wie der Name bereits sagt, in der Regel komplett ohne Verkleidungsteile auskommen, zeichnen sich Sportmotorräder kaum übersehbar dadurch aus, dass sie nach vorne hin verkleidet sind. Sinn und Zweck der Übung ist die Verbesserung der Aerodynamik, um die Straßenrenner die wichtigen Zehntelsekunden Vorsprung vor der nächsten Autobahnraststätte bzw. bei der Wochenend- oder Feierabendrunde auf der Rennstrecke zu verschaffen.

Ob Rennmaschinen für Geschwindigkeitsjunkies sinnvolle Anschaffungen für Fahranfänger sind? Motorräder dieses Typs kommen forsch zur Sache. Sie sind auf Anzug und hohe Geschwindigkeiten getrimmt, mögen hart rangenommen werden und verfügen über bissige Bremsen. Für Ungeübte, die Fahrreaktionen von Motorrädern noch nicht richtig verinnerlicht haben, könnte das Probleme bereiten. Auch die wenig komfortable Sitzposition und die hart abgestimmte Federung, die bereits kleine Unebenheiten durchreicht, ist nicht jedem/jeder willkommen.

Superbike

Mit dem Auftauchen der Superbikes erweiterten die Hersteller ihr Portfolio um Straßenmotorräder mit Hubräumen über einen Liter (meist zwischen 1.000 und 1.200 ccm). Das Paradebeispiel für ein Superbike ist die Suzuki Hayabusa mit 175 bis 197 PS (je nach Modell) und einer Höchstgeschwindigkeit über 300 km/h. Wie ihre Kollegen ist sie vollverkleidet und technisch gesehen im Prinzip eine Rennmaschine mit Straßenzulassung.

Ergonomie Sportbike

Im Stand unterscheidet sich die Sitzposition kaum vom Naked Bike und erlaubt einen satten, sicheren Auftritt. Das Knie des abgesetzten Beins ist dabei leicht angewinkelt und der Oberkörper befindet sich in aufrechter Position. Greifen die Hände den Lenker, fällt die Sitzposition weniger komfortabel, weil stärker nach vorne gebeugt, aus.

In der Fahrposition verlässt der/die PilotIn die auf Naked Bikes übliche Komfortzone nahezu vollständig zugunsten einer aggressiveren Sitzposition mit stärker vorgebeugtem Oberkörper. Beim entspannten, moderaten Vorbeugen befinden sich die Hände auf einer Linie mit der Kniehorizontalen, der Kniewinkel am Tank fällt eng aus, die Füße sind geneigt und die Ellenbogen stärker angewinkelt als am Standard-Bike. Die Füße befinden sich vor der Vertikalen zur Hüfte und die Schultern nahezu auf der Vertikalen mit den Knien.

Sportbikes Standposition
Sportbikes Fahrposition

Beugt sich die Fahrerin oder der Fahrer weiter nach vorne, fallen die Unterschiede zum Standard-Bike drastischer aus: Der Kniewinkel am Tank verengt sich weiter, die Füße werden stärker geneigt, die Ellenbogen stärker angewinkelt und die Füße können auf die Vertikale mit der Hüfte sowie die Schultern vor der Vertikalen mit den Knien rutschen.

Sportbikes Fahrposition

Die körperliche Belastung beim Fahren eines Sportmotorrads sollte nicht unterschätzt werden. Je stärker die Ellenbogen nach hinten rücken, desto höher die Belastung für die Trizeps-, Unterarm- und Rückenmuskulatur sowie der Gelenke für Hand, Ellenbogen und Hüfte.

Für Fahranfänger ist die anstrengende Sitzposition eher weniger geeignet, auch wenn Übung und gezieltes Training der beteiligten Muskulatur relativ schnell Erleichterung bringen. Nachteiliger als der Komfortverlust und die Anstrengung ist die Einschränkung im Verkehrsgeschehen. Bedingt durch einen nach vorne geneigtem Kopf leidet der Überblick, insbesondere beim schnellen Blick über die Schulter nach hinten und beim Tragen eines Integralhelms (was die Regel ist).

Wer viel schraubt, kann schon mal den Überblick verlieren.  gÖrage.nets Servicehefte für Motorräder helfen, ihn zu behalten.

Saisoncheck-Serviceheft, Anwärter