Automatische Fahrwerksanpassung

Wo Motorradfahrer früher generell nur dann am Fahrverhalten ihrer Untersätze herumfummeln konnten, wenn sie sich mindestens mit einem Hakenschlüssel bewaffnen und gerne zig Kombinationen aus Federung/ Dämpfung/hinten/vorne ausprobieren, reicht heutzutage der Druck aufs Knöpfchen.

Vorausgesetzt, die Käuferin ist bereit, genügend Bares auszugeben, regelt dann Elektronik, wofür andere noch Klicks zählen müssen. Stellmotoren richten dabei Federvorspannung und Dämpfung automatisch neu aus, um das Federungsverhalten von Gabel und Federbein an unterschiedliche Beladungen und Untergründe anzupassen. Sogenannte ‚aktive Fahrwerke‘ benötigen hierfür nicht einmal mehr den Piloten und justieren das Ansprechverhalten des Federungssystems selbsttätig an Tempo und Fahrbahnoberfläche aus.

Motormappings

Mit Motormappings sind jene Einstellmöglichkeiten gemeint, die über die Einspritzung direkten Einfluss auf die Gasannahme haben. So regelt die Steuerung bei Regen beispielsweise die Leistung herunter, damit das Bike auf nasser Fahrbahn verhaltener beschleunigt, während bei trockener Umgebung alles auf die Straße gebracht wird, was der Motor hergibt – möglicherweise gezügelt durch andere Fahrassistenten, aber immerhin theoretisch.

Fahrmodi

Das Zusammenspiel von Motormappings, automatischer Fahrwerksanpassung und ABS mündet bei vielen Modellen in vom Fahrer auswählbaren Fahrmodi, beispielsweise ‚Sport‘, um die volle Motorleistung abrufen und auf den Untergrund bringen zu können – inklusive zurückhaltender Traktions- und Bremskontrolle und härterem Federungs- und Dämpfungsverhalten. Bei ‚Enduro‘ greifen demgegenüber Einstellungen, die vorteilhaft im Gelände sind: Das eher störende ABS wird stark verzögert (vorne) oder gar komplett abgeschaltet (hinten), die Dämpfung reduziert und die Traktionskontrolle (sofern regelbar) soweit heruntergeregelt, dass Drifts möglich werden. Und bei ‚Regen‘ reagieren ABS sowie Traktionskontrolle sensibler, während die Gasannahme sanfter ausgestaltet ist.

Sonstige Fahrassistenten

Weitere elektronische Fahr- oder zumindest Sicherheitsassistenten sind:

  • Reifendruckkontrollsysteme (RDK), die (im Ventil eingeschraubt) vor einem zu geringen Luftdruck warnen.
  • Über Schräglagesensoren gesteuertes Kurvenlicht, das über bewegliche Reflektoren die Fahrbahn besser ausleuchtet.
  • Totwinkelwarner, die Fahrzeuge auf der Nebenspur anzeigen.
  • E-Call-Systeme, die, fest ins Motorrad verbaut, einen Sturz erkennen und einen Notruf absenden.
Workshop-Inhalt
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